Neuer GS1 Standard verbessert Patientensicherheit
Führende europäische Gesundheitsdienstleister setzen auf automatischen Identifikation und Datenerfassung bei der Kennzeichnung chirurgischer Instrumente.
(Wien, 2010-02-01) – GS1 Healthcare hat vor wenigen Tagen neue Standards zur Automatischen Identifikation und Datenerfassung (AIDC, Automatic Identification and Data Capture) verabschiedet, die für mehr Patientensicherheit und eine optimierte Versorgungskette im Gesundheitswesen stehen.
Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Rückverfolgbarkeit chirurgischer Instrumente während des gesamten Wiederaufbereitungszyklus. Zweidimensionale, direkt auf dem Instrument angebrachte Matrixcodes sorgen für eine einfache Erfassung und ermöglichen den Einsatz von durchgängigen IT-Systemen. „Dadurch wird die Fehlerquote reduziert und die Verfügbarkeit von Instrumenten deutlich verbessert“, erklärt Frédérique Frémont vom französischen Robert Ballanger Krankenhaus und Mitglied des Global Leadership Teams von GS1 Healthcare. „Durch effizientere Prozessabläufe in der Logistik und einem verbesserten Asset Managements eröffnen sich neue Einsparungspotenziale.
“GS1 Healthcare, eine globale Anwendergruppe, hat im Vorfeld dazu vor knapp einem Jahr eine Arbeitsgruppe für die Entwicklung geeigneter Branchenstandards eingesetzt. Diese Arbeitsgruppe hat nun ihre Arbeit im GS1 Global Standards Management Process (GSMP) abgeschlossen und die sofortige Verfügbarkeit des Anwendungsstandards für die Kennzeichnung kleiner medizinischer/chirurgischer Instrumente veröffentlicht. „Globale Standards sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Prozeßverbesserungen entlang der gesamten Versorgungskette. Daher sind länderübergreifende standardisierte Anforderungen für das Produktsortiment unumgänglich“, erklärt Mag. Barbara Dorner, GS1 Healthcare Austria. „Krankenhäuser haben zahlreiche Vorteile durch die Nutzung der globalen GS1 Standards, allen voran die Patientensicherheit und die Transparenz in der Versorgungkette gepaart mit Einsparungspotenzialen,“ ergänzt Dorner.

Der jüngst ratifizierte Standard berücksichtigt die spezifischen Anforderungen bei der Kennzeichnung chirurgischer Instrumente, wie etwa ihre kleine Größe, die Lesbarkeit während der gesamten Nutzungsdauer und die Biokompatibilität. Dieser Standard bietet die Möglichkeit einer branchenweiten Einführung des GS1 DataMatrix, einem zweidimensionalen Code, der das Anbringen großer Datenmengen auf kleinem Platz ermöglicht. In diesem GS1 DataMatrix wird eine GTIN (Global Trade Item Number) verschlüsselt, die den Artikel identifiziert. Die Eindeutigkeit wird aber durch die Seriennummer in vordefinierten Datenelementen, verschlüsselt im gleichen Code, sichergestellt. Kamera-basierte Scanner können diese Daten automatisch erfassen, zum Beispiel in der Sterilisationsabteilung, und ermöglichen dadurch die Rückverfolgbarkeit von chirurgischen Instrumenten, verbessern die Patientensicherheit und erhöhen die Effizienz.

