GS1 Upstream
Die Integration der Rohstoff- und Verpackungslieferanten betrifft den Beginn der Wertschöpfungskette, welche die Industrieunternehmen (Hersteller) beliefern. Dieser Bereich wird im Fachjargon Upstream bezeichnet.
Zumeist starten jene Unternehmen mit internen Nummerierungssystemen und proprietären Daten(austausch)formaten und stehen vor der Herausforderung umfassende Systemeingriffe innerhalb kürzester Fristen zu tätigen. Hierbei ist ein umfassender und vollständiger Plan essentiell. Upstream Integration nennt sich die dazugehörige GS1 Solution. Hier werden explizit die Herausforderungen zur Integration der Lieferanten von Produktionsbetrieben adressiert. Die ausgearbeiteten Lösungen vermeiden teure und kostenintensive IT-Integrationsprojekte und schaffen Investitionssicherheit.
GUSI – Global Upstream Supplier Initiative
Ende 2004 initiierte die Global Commerce Initiative (GCI) eine Arbeitsgruppe und integrierte die bereits laufende Global Upstream Supply Initiative (GUSI). Es wurden ein gemeinsamer Prozess und unterstützende XML Nachrichtenstandards definiert die für Produzenten von deren Lieferanten gelten.
Betroffen sind Lieferanten von Verpackungsmaterialien, Inhaltsstoffen und Rohmaterialien. Das Ziel des Modells und der Nachrichtenstandards ist die volle Integration der Lieferkette zu ermöglichen ohne teure und zeitaufwendige IT Integrationsprojekte mit jedem einzelnen Partner.
GS1 Standards im Primärsektor Österrreichs
Landwirtschaftliche Produkte - Woher sie kommen, wie wurden sie hergestellt und verarbeitet, welches Saatgut oder Futtermittel wurde eingesetzt oder wie lange wurden sie transportiert, das interessiert zunehmend die aufgeschlossenen Konsumenten. Eine Nachvollziehbarkeit ist längst nicht mehr nur eine Frage der Produktsicherheit oder Produkthaftung, sondern wird immer stärker zum wichtigen ökologischen Entscheidungskriterium für Einkäufer, Verarbeiter und Verbraucher.

